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Homosexuelle Jugendliche, die von Homophobie betroffen sind, leiden unter psychischen Stress und neigen eher zu Alkoholproblemen als heterosexuelle Teenager. Dies geht aus einer Online-Befragung von OutProud, the National Coalition of Gay, Lesbian, Bisexual and Transgender Youth hervor. Die Ergebnisse wurden auf der Jahrestagung der Pediatric Academic Societies präsentiert.
Ablehnung in Adoleszenz folgenschwer
„Die Jugendlichen, die sich ihrer Sexualität bewusst sind, sich mit der Homophobie in der Außenwelt assoziiert haben und für welche die Homosexualität einen hohen Stellenwert einnimmt, weil sie Teil einer Gay-Community sind, versuchen den erhöhten psychischen Stress mit Alkohol zu dämpfen“, erklärt Psychologe Dominik Rosenauer. „Diese Jugendlichen erfahren in einer wichtigen Phase ihrer Biografie, der Adoleszenz ,in der es von großer Bedeutung ist, sich selbst als Person zu definieren, von außen Ablehnung“, schildert der Experte.
Laut Rosenauer ist dieser Teil der Persönlichkeit, nämlich die Sexualität, aber sehr wichtig in dieser Phase. Daher könne Ablehnung oft große und negative Auswirkungen haben. „Das zeigt für mich, wie wichtig der Umgang mit Sexualität und deren verschiedenen Varianten bereits in der Schule ist. Hier kann und muss das Schulsystem einen wichtigen Beitrag zu einer veränderten Wahrnehmung in der Gesellschaft leisten“, resümiert der Psychologe.
Mehr psychischer Stress durch Homophobie
1.232 Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren haben an der Erhebung teilgenommen. Darunter waren 16 Prozent der jungen Frauen und 84 Prozent der Männer homosexuell. Die Probanden berichten von einer höheren psychischen Belastung, wenn diese Gewalt ausgesetzt waren, die Homophobie der Umgebung verinnerlicht oder ihre sexuelle Orientierung offengelegt haben. Ein Faktor für den höheren Alkoholkonsum der Teenager ist laut der Studie die Internalisierung der Homophobie. Jene, die sich mit einer Gay-Community verbunden fühlen, haben tendenziell auch öfter von Alkoholproblemen berichtet.
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